Als Mitte der Neunziger Jahre in Deutschland, vor allem bei den jüngeren, aktiven Fußballfans sich der Hang zu einer neuen Art Fankultur durchsetzte, waren die jungen Fans vom TSV sofort dabei. Die erste „Ultra“ - Gruppierung bei 1860 war geboren. DIE CHAOTEN 1860.
So fanden sich im ersten Anlauf ca. 80 junge Gleichgesinnte aus verschieden Fangruppierungen, aus dem Münchner Raum, im Jahr 1996 zusammen. Man kannte sich schon Jahre vorher von den regelmäßigen Heimspielen und häufigen Auswärtsfahrten.
Die Ziele der CHAOTEN waren die Mannschaft in jeglicher Form bei jedem Spiel zu unterstützen.
Wir waren jung, frech und schlossen mit völlig neuem, konsequentem und unkompliziertem Handeln eine Lücke in der Fanlandschaft der Nordkurve.
Da uns der Verein sehr am Herzen liegt, ist die Repräsentation der Fankurve das wichtigste Ziel gewesen. Nur Singen war zu wenig, wir wollten mehr. Das zeigte sich in der ersten selbst hergestellten Fahne mit Löwenkopf (4mal 8 Meter) auf weiß-blauem Grund. Dies steigerte sich über die Jahre bis zu den großen 1 8 6 0-Fahnen über vier Blöcke und diversen großen Schwenkfahnen. Besonders stolz können wir darauf sein, dass ALLE verwendeten Blockfahnen, Schwenkfahnen, Zaunfahnen, etc in 100% Eigenarbeit hergestellt wurden. Dank vieler Spender und der organisatorischen Hilfe des Fanprojektes schafften wir es immer wieder, wahre Riesenkunstwerke auf Stoff zu zaubern.
Doch all die Hingabe und Emotionen fielen unter anderem dem Stadionstreit und der daraus folgenden Müdigkeit bei vielen Aktiven zum Opfer.
Durch Interessenverlagerungen und erlittener Distanz zu 1860 bei den Chaoten nahmen die Aktivitäten zusehendst ab. Es gibt die CHAOTEN 1860 heute noch, aber in anderer Form.
Diese junge Fankultur starb bei 1860 nicht aus, sondern es fand ein Generationswechsel statt.
Der Stadionstreit und der tiefe Graben zwischen vielen Fans bei 1860 warf seinen Schatten voraus. Die Stimmung war schlecht und viele aktive Fans vermieden einen regelmäßigen Besuch des Olympiastadions. Doch neue, junge Fangruppierungen, die was „zerreißen wollen“, gab es im kleineren Stil weiterhin.
So fand sich bald eine neue „Ultra“ - Gruppierung zusammen. Gemeinsames Ziel war es, die Stimmung in der Kurve zu verbessern und uns nicht weiter von den Themen „Stadion“, „Wildmoser raus“, etc beeinflussen zu lassen. Die an Support und dauerhafter Unterstützung interessierten Jungs und Mädels lernten sich untereinander schnell kennen und 2001 wurde die COSA NOSTRA ins leben gerufen.
Die Fangemeinschaft der COSA NOSTRA umfasste damals ca. 150 Leute. Die Vereinigung bestand aus Mitgliedern der Gruppierungen wie: „Blue Brothers“, „Blue-White Supporters“, „Scenario 1860“, „Supporteure“, „Tifozi Monaco“, etc….
In der Saison 2002/2003 setzten die Jugendlichen bei fasst jedem Spiel optische Akzente. Die Choreographie-Utensilien wurden ausnahmslos selbst mit mühevoller Arbeit hergestellt. Desweiteren wurden unter zu Hilfenahme eines Megaphons die Fangesänge in der Kurve angestimmt.
Jedoch hat sich inzwischen ein weiterer Generationenwechsel, diesmal innerhalb der CN getan. Das Ganze geschah in der Saison 2004/2005, als durch die Saison im Grünwalder Stadion viele neue, junge Gesichter kamen und der Gruppe ein neues Gesicht gaben. Viele (nicht alle!) Ältere, Gründungsmitglieder der CN, zogen sich, aus diversen Gründen, immer mehr zurück, oder orientierten sich in andere Richtungen. Was natürlich nichts daran änderte, dass alle Fanartikel immer noch in 100% Eigenarbeit hergestellt werden.
Mittlerweile ist in der Gruppe ein neuer Kern zusammengewachsen, zu dem auch die Jungs von der Reihe 36 gehören und man konnte auch einige etwas ältere Leute dazugewinnen, was dem Ansehen in der Kurve natürlich gut tut.
Auch konnte man gute Kontakte zu den Gruppen „Rabauken“, „Münchner Freiheit“, „Invincible Boyz“ und zur „ARGE Region 1“ aufbauen, was natürlich nur von Nutzen sein kann. Mittlerweile zählt die Gruppe um die 60 aktive Mitglieder.
Unser Motto
„UNSERE FARBEN - UNSER VEREIN - UNSERE SACHE“
gilt bei all unseren Aktionen, wie die bedinungslose Unterstützung der Manschaft, die Durchführung von aufwendigen Choreographien und der Besuch aller Auswärtsspiele.
Wir werden auch weiterhin für den Erhalt einer lebendigen Fankultur kämpfen, auch wenn dies mit der Ordnungs– und Sicherheitshysterie im heutigen Fußballdeutschland, sowie im roten Kommerztempel „Allianz Arena“, alles andere als ein Zuckerschlecken ist.
Wer bei uns mitmachen will, und wir sind ständig auf der Suche nach „Verstärkung“, soll sich doch einfach bei uns melden oder mal im Fanheim vorbeischaun. Die einzige Vorraussetzung ist, dass du im Herzen ein Blauer bist und bereit bist, auch deine Freizeit für Sechzig zu opfern (auch wenn kein Spiel stattfindet).