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Münchens Geschichte |
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München ist, wie kann es anders sein von einem Löwen, nämlich Heinrich, dem Löwen, Herzog von Bayern und Sachsen im Jahr 1158 gegründet, worden. Um an der Handelstraße von Salzburg nach Augsburg in Form von Zolleinnahmen verdienen zu können, errichtete er, nahe der Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Tegernsee am Petersbergl, am Platz der heutigen Ludwigsbrücke (beim deutschen Museum) einen Isarübergang. Der Name unserer Stadt rührt eben von diesen Benediktinermönchen her. |
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Gastwirte und Händler, die die günstige Lage der Brücke ausnutzen wollen, siedeln sich dort an und so entsteht das mittelalterliche Villa Munichen. Bereits 1175 erhält München den Stadtstatus und zeitgleich wird die erste Befestigungsanlage errichtet. 5 Jahre später gelangt München, nachdem Heinrich, der Löwe, vom Kaiser geächtet wird, in den Besitz des Bischofs von Freising
60 Jahre später fällt unsere Stadt an das Herrscherhaus der Wittelsbacher, sie werden Bayern und München bis 1918 als Könige, Herzöge oder Kurfürsten regieren. 1314 wird ein Mitglied dieser Familie, Ludwig IV., König von Deutschland und 1328 sogar Kaiser, die damaligen Farben des deutschen Reiches werden die Farben der Stadt: Schwarz und Gold |
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Gegen Ende des 14. Jahrhunderts verlegt das Herrschergeschlecht seinen Wohnsitz vom Alten Hof in die neue Residenz, die gesichert vor Aufständen der Bürger am damaligen Rand der Stand erbaut wurde.
Im Jahr 1468 beginnen die Münchner mit dem Bau der Frauenkirche, die in rekordverdächtiger Bauzeit von 20 Jahren fertig gestellt wird. Ihre charakteristischen Kuppeln erhält sie allerdings erst 1525. |
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| Zwei Jahre nach Baubeginn der Frauenkirche wird auch der Grundstein für ein anderes prestigeträchtiges Objekt gelegt, dem Tanzhaus, das heutige „alte Rathaus“. |
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Entgegen der allgemeinen Annahme, stammt das Münchner Reinheitsgebot nicht aus dem Jahr 1516 sondern aus dem Jahr 1487. Herzog Albrecht IV. erlässt in diesem Jahr eine neue Brauordnung, wonach die Brauerein nur noch Hopfen, Gerste (also Malz) und Wasser zur Herstellung von Bier verwenden dürfen. Ab dem Jahr 1516 gilt diese herzogliche Verordnung für ganz Bayern.
1505 wird Bayern nach dem „Kölner Spruch“ des Kaisers Maximilian vereint und München zur Hauptstadt erklärt. 17 Jahre beginnt in Bayern die Gegenreformation, laut dem neu verordneten „Religionsmandat“ steht die Verbreitung lutheranischer Schriften unter Strafe, München bleibt mehrere Jahrhunderte eine (fast) rein katholische Stadt
Im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts werden an der heutigen Residenzstraße und in ihrer Umgebung neue Prachtbauten wie die Hofbibliothek (heute Bayerische Staatsbibliothek in der Ludwigsstraße) und die Residenz errichtet.
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| Im dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 erhält der bayrische Herzog die Kurfürstenwürde und damit das Recht den Kaiser zu wählen. Der Krieg wirkt sich auf die Stadt und ihre Bewohner aus, München wird stärker befestigt, d.h. es werden neue Mauern und Gräben errichtet. 1632 wird die Stadt von den protestantischen Schweden besetzt, allerdings bald wieder befreit. Sechs Jahre später lässt Kurfürst Maximilian die Mariensäule an dem damals als „Schrannenplatz“ und ab dann als Marienplatz bezeichnetem Stadtzentrum errichten. |
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Er löst damit einen Schwur aus der Zeit der Besetzung durch den schwedischen König Gustav Adolf ein, in dem er gelobte München vor „des Feindes endlichem Ruin und Zerstörung“ zu erhalten. Sie ist aber auch ein Symbol für den im Krieg Widererstarkten Glauben im bayrischen Kurfürstentum. Diese Entwicklung hin zu noch mehr Religiosität begann schon Anfang des 17. Jahrhunderts und fand Ausdruck im Bau von 15 neuen Klöstern und zahlreichen Kappelen und Kirchen in München. Größtes und bekanntestes Bauwerk dieser Entwicklung ist die Theathinerkirche St. Kajetan und der anschließende Klosterkomplex nahe der Residenz.
Sie verdankt ihr Entstehen dem Gelöbnis der Kurfürstin Henriette Adelheid eine Kirche zu stiften, falls sie einen Erbprinzen zur Welt bringen sollte. |
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| Ein Jahr nach dem Baubeginn der Theathinerkirche, im Jahr 1664, wird der Grundstein für das Schloss Nymphenburg gelegt. Das imposante Bauwerk mit seinen weitläufigen, französischen Gartenanlagen ist das Prestigeobjekt Nummer Eins der regierenden Fürsten in dessen Bauzeit (etwa 100 Jahre). |
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Der Baubeginn eines weiteren Statusbauwerks, der neuen Sommerresidenz der Fürsten in Schleißheim, folgt 37 Jahre später.
Anfang des 18. Jahrhunderts wird auch erstmal vom „Schäfflertanz“ (Schäffler sind Fassmacher), der alle 7 Jahre im Fasching aufgeführt wird und der zumindest der Legende nach seine Entstehung einer Pestseuche verdankt. Wahrscheinlicher ist wohl, dass es sich um einen traditionellen Handwerkerbrauch handelt.
Im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs von 1702 bis 1715 stellt sich der bayrische Kurfürst Max Emanuel auf die Seite der Franzosen, 1704 muss er nach Brüssel fliehen. So gelangt München, wie ganz Bayern, unter die Besatzung durch die Österreicher. Diese rufen Unmut bei der Landbevölkerung hervor und es kommt zu Aufständen durch die Bauern. Vor den Toren Münchens findet an den Weihnachtsfeiertagen eine blutige Schlacht statt, die Sendlinger Mordweihnacht. 1715 gelangt Bayern wieder in den Besitz der Wittelsbacher.
1742 bis 1744 kommt es zum erneuten Krieg und Besetzung durch die Österreicher, wieder ist es ein Erbfolgekrieg, dieses Mal wird allerdings um die österreichische Krone gestritten.
1777 stirbt die altbayrische Wittelsbacherlinie aus und der aus dem pfälzischen Zweig der Familie stammende Karl Theodor wird Kurfürst von Bayern. Im Jahr 1789 wird mit dem Anlegen des Englischen Gartens in den Isarauen begonnen, er ist einer der frühsten, größten und bedeutendsten Landschaftsgärten in Deutschland. Er soll „volkserzieherisch der Bewegung und der Erholung von den Geschäften, dem geselligen Umgang und der Annäherung aller Stände dienen“.
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| Etwa zum gleichen Zeitpunkt werden die Stadtmauern und Stadttore von ihrem militärischen Zweck befreit, von ihnen sind heute nur noch wenige Reste übrig (das Isartor komplett, Karls- und Sendlinger Tor teilweise). |
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| Vor dem auch Neuhauser Tor genannten, Karlstor wird ein Rondell errichtet und der Platz dort erhält nach dem regierenden Kurfürsten den Namen Karlsplatz, im Volksmund wird er allerdings nachdem dort ansässigen Gasthofbesitzer „Eustachius Föderl“ Stachus genannt. |
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Zu Beginn des 19.Jahrhundert erhält der Weinwirt Johann Balthasar Michel auf Anweisung des mit einer Protestantin verheirateten Kurfürsten von der Stadt München als erster Protestant die Bürgerehre.
1806 ist wohl ein wegweisendes Jahr für München und vor allem für Bayern, in Folge der Neuordnung Europas durch den französischen Kaiser Napoleon wird das Kurfürstentum um Franken und Schwaben erweitert und der bayrische Kurfürst Max IV. zum König Max I. ernannt. Die Grenzen des bayrischen Staats zum damaligen Zeitpunkt entsprechen den heutigen.
1810 heiratet der bayrische Kronprinz Ludwig die aus dem Hause Sachsen-Hildburghausen, um diesen Anlass gebührend zu feiern, lässt er vor der Stadt auf der Theresienwiese ein Pferderennen stattfinden.
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| Es gibt Anlass für eine jährliche Wiederholung, das heute weltberühmte „Oktoberfest“. |
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1818 erhält der bayrische Staat als erster großer Staat im deutschsprachigen Raum eine konstitutionelle Verfassung.
1825 beginnt unter Ludwig I. eine Blütezeit Münchens, er ist Schöpfer eines neuen Münchens. Er errichtet die Ludwigstraße, der Odeonsplatz und der Königsplatz ihre Entstehung, ebenso die Residenzbauten am Hofgarten und am Max-Joseph-Platz, die Alte und die Neue Pinakothek, mehrere Kirchen, die Feldherrnhalle, das Siegestor und die Ruhmeshalle mit der Bavaria über der Theresienwiese. 1848 dankt er nach einer angeblichen Affäre mit einer spanischen Tänzerin ab, allerdings setzt er die Förderung von Kunst und Architektur in München fort.
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1857 soll angeblich die Weißwurst in einem Gasthof am Marienplatz erfunden worden sein, das ist wohl eher eine Legende als Realität.
Am 17.Mai 1860 wird der Turn- und Sportverein München von 1860 gegründet!
In den Jahren 1867 bis 1907 wird das neue, neogotische Rathaus am Marienplatz gebaut, an dem Bau werden Szenen der Stadtgeschichte dargestellt unter anderem. der Schäfflertanz. |
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| 1906 wird der Grundstein für das „Deutsche Museum“ gelegt, es ist das weltweit erste, größte und bedeutendste Museum für Naturwissenschaften und Technik. |
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5 Jahre später wird der Tierpark Hellabrunn eröffnet, seine nach geographischen Gegebenheiten Anordnung, definiert den Zoo-Begriff neu. Dort leben 5000 Tiere aus 500 verschiedenen Arten.
Etwa zeitgleich wird das erste Münchner Großstadion, das städtische Stadion an der Grünwalder Straße, eingeweiht.
1916 wird München, während dem ersten Weltkrieg, von drei französischen Luftangriffen getroffen, die keine großen Schäden hinterlassen).Ein Jahr nach dem Ende des Kriegs, 1919 scheitert eine kommunistische Revolution, die Münchner Räterepublik. In den folgenden Jahren wurde München zunehmend eine Brutstätte für nationalsozialistische Aktivitäten. 1923 scheiterte der Marsch Hitlers auf die Feldherrnhalle, und damit auch der Hitlerputsch. München bleibt bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 stets Sitz der NSDAP und trägt den unrühmlichen Titel „Hauptstadt der Bewegung“ - 1933 wurde München, wie viele andere Städte nach der Machtergreifung, offiziell gleichgeschaltet 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen, das den Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich festlegte. Bezahlen musste die Stadt, sowie die meisten deutschen Großstädte, mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten bei 71 Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg.
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| 1949 bezieht der bayrische Landtag das Maximilianeum als neuen Sitz. |
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5 Jahre später strahlt das Bayrische Fernsehen, mit Sendezentrale in München, erstmals eine Sendung aus.
Etwa zeitgleich überschreitet die Einwohnerzahl der Stadt die eine Million.
1972 finden die XX. Olympischen Spiele in München statt, aus diesem Grund werden U- und S-Bahn in Betrieb genommen, die Fußgängerzone in der Münchner Innenstadt eingerichtet und der Olympiapark erbaut. Die Spiele sollten im Gegensatz zu den nationalsozialistischen, sich selbst darstellenden Spielen in Berlin und Garmisch-Partenkirchen 1936 stehen.
München präsentiert sich als offene, herzliche und gastfreundliche Weltstadt und wird auch so in der Weltöffentlichkeit wahrgenommen. Die Spiele werden allerdings durch einen Überfall arabischer Terroristen auf die israelische Olympiamannschaft überschattet. Dem Attentat fallen elf israelische Sportler, ein deutscher Polizist zum Opfer. 5 Terroristen werden bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
2 Jahre Später findet in Deutschland die Fußballweltmeisterschaft, mit Eröffnungs- und Finalspiel in München, statt.
1980 kommen bei einem Bombenanschlag auf das Oktoberfest 13 Menschen ums Leben, 218 werden verletzt. Der Attentäter, der ebenfalls stirbt, hat einen neonazistischen Hintergrund.
1992 wird der neue Münchner Großflughafen ca. 30 Kilometer nördlich der Stadt in Betrieb genommen.
2002 wird die dritte Pinakothek in München, die „Pinakothek der Moderne“ eröffnet.
4 Jahre später findet in München, das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft statt.
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München Heute
München ist mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Freistaats Bayern und gleichzeitig die drittgrößte Stadt der Bundesrepublik. Vor allem die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung Münchens ist nicht zu unterschätzen! Die Stadt wird im Gegensatz zum Rest des Freistaats von Sozialdemokraten und den Grünen regiert, der Einzugsbereich der erweiterten Metropolregion München wird von 6,3 Millionen Menschen bewohnt. Die Münchner Sehenswürdigkeiten, Museen und natürlich die Wiesn ziehen jedes Jahr Unmengen von Touristen an.
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